Entwickler: Konami
Publisher: Konami
Release: Erschienen - 15.02.2010
Spielmodi: Singleplayer
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Silent Hill – Shattered Memories
Der bereits im Vorfeld von vielen Fans geäußerte Wunsch, den ersten Teil aus dem Jahr 1999 neu aufzulegen, wurde von Konami 2009 endlich erfüllt. Allerdings erscheint das Spiel nicht als HD-Remake, sondern vielmehr als Neuinterpretation für Wii, PS2 und PSP. Silent Hill: Shattered Memories erzählt in wesentlichen Teilen die Ereignisse des ersten Teils der Serie, jedoch werden neue Wege und Ansichten geboten. Im Mittelpunkt steht wieder die Geschichte um Harry Mason, der das Rätsel um das mysteriöse Verschwinden seiner Tochter Cheryl zu lösen versucht. Seine Suche führt ihn in die nebelverhangenen und mit Schnee bedeckten Straßen des unheilvollen Ortes Silent Hill, welcher dieses Mal allerdings erstaunlich friedfertig daherkommt – dazu aber später mehr.
Auf der Couch
Eine Neuerung von Silent Hill: Shattered Memories ist das psychologische Profil, welches das Spiel von einem erstellt. Immer wieder erlebt man Sequenzen, in denen man vor einem Psychiater sitzt und verschiedene Fragen beantworten oder z.B. auch Dinge in einer bestimmten Reihenfolge ordnen muss. Jede Antwort beeinflusst das psychologische Profiling-System des Spiels und je nachdem, wie man sich verhält, verändert sich das spätere Geschehen. Es soll zwar an dieser Stelle nicht zu viel verraten werden, aber es ist schon erstaunlich, wie sich dieses System auf das Spiel auswirkt – zum einen wird dadurch die beklemmende Atmosphäre noch weiter verstärkt, zum anderen wird somit natürlich ein Anreiz für ein erneutes Durchspielen geboten.Ein weiteres Feature, welches die Enwickler von Climax in den neuen Teil der Reihe integriert haben, ist das Handy. Der kleine elektronische Helfer mutiert fast zum Alleskönner, denn die Funktionen sind in vielen Situationen unverzichtbar. So bietet es eine GPS-Funktion samt detaillierter Karte des Ortes Silent Hill, welche neben der eigenen Position auch allerhand Wegpunkte generiert. Ebenfalls von erheblicher Wichtigkeit ist die Kamera: In manchen Situationen müssen Fotos von paranormalen Ereignissen gemacht werden, was dann eine weitere Aktion zur Folge hat. Man darf allerdings auch jederzeit seine eigenen Fotos schießen und sogar abspeichern, um sie später nochmals anzuschauen.In einigen Situationen dient das Handy aber auch ganz banalen Zwecken: So bekommt man immer wieder SMS, Sprachnachrichten oder Bilder auf das Mobiltelefon geschickt, die dann meist mit den kuriosen Ereignissen in der Stadt zu tun haben. Im Laufe des Spiels trifft man auch immer wieder auf allerhand Plakate und Schriftstücke, die Telefonnummern enthalten. In den meisten Fällen steht es einem frei diese Nummern auch zu wählen, aber eine willkommene Abwechslung stellen sie allemal da. Über das Handy lässt sich übrigens auch jederzeit der Spielstand abspeichern.
Waffen? Gib's nicht!
Eine ganz eigene Gameplay-Erfahrung stellt Silent Hill: Shattered Memories vor allem deswegen dar, weil es komplett auf den Einsatz von Waffen verzichtet. Sicherlich dürfte gerade Fans der Silent Hill-Reihe dieser Umstand im ersten Moment verwundern, allerdings funktioniert dieses „neue“ Spielkonzept auch so hervorragend. Das Spiel hält nämlich immer verschiedene Gameplay-Einlagen bereit: Meistens bewegt man sich völlig einsam durch die verlassenen Straßen und Gebäude der Stadt und muss zu einem bestimmten Ort gelangen, welcher auf der Karte eingezeichnet ist. Dabei wird in diesen Szenen auf den Einsatz von Gegnern verzichtet und eher durch die Atmosphäre selbst eine nicht zu verachtende Gruselstimmung erzeugt – was nicht zuletzt am hervorragenden Sound liegt. Auf seinem Weg trifft man immer wieder auf verschiedene Rätsel, deren Anspruch von einfach bis schwer reichen. So müssen beispielsweise des Öfteren verborgene Schlüssel gefunden werden, die meist in Schränken oder ähnlichen Behältnissen versteckt sind. Steht man vor einem solchen Schrank, wechselt man von der 3rd-Person Sicht in die Ego-Perspektive und muss „per Hand“ beispielsweise Türen oder auch Reißverschlüsse öffnen. In diesen Situationen positioniert man via Analogstick den Cursor über dem „Hot Spot“ (z.B. dem Türknauf) und muss via gedrückter X-Taste die Tür aufmachen. In anderen Situationen müssen beispielsweise Dosen gedreht werden, damit deren Inhalt herausfällt. Aber auch normale Schalter-Rätsel oder einfaches Knöpfedrücken gehören zum Rätsel-Repertoire von Silent Hill: Shattered Memories. Wer nun allerdings glaubt, dass sich diese Puzzles ständig so leicht lösen lassen, der irrt. Einige benötigen nämlich um einiges mehr Gehirnschmalz, was vor allem im späteren Spielverlauf deutlich wird. Noch ein Wort zur Steuerung in diesen Einlagen: Hier merkt man deutlich die Herkunft von Nintendo’s Wii, welche bekanntlich auf eine Bewegungssteuerung setzt und somit prädestiniert für die manuelle Bedienung ist. Aber auch auf der PS2 kann die steuerungstechnische Umsetzung überzeugen und bietet keinerlei Nachteile.
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