Autor(en): 2K Marin
Release: Erschienen - 09.02.2010
Spielmodi: Single - und Multiplayer
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BioShock 2 [Seite 1]
Als das erste BioShock im Jahre 2007 in den Ladenregalen landete, mutierte es innerhalb kürzester Zeit zu einem regelrechten ADAM-injizierten kulturellen Großereignis. Die üblichen Verdächtigen – Spieler und Kritiker – stilisierten den Trip eines namenlosen Helden in die Unterwasserstadt Rapture schon bald zu einer Art Videospiel-Offenbarung hoch. Der von 2K Boston und 2K Australia entwickelte Titel hatte sich die zahlreichen Lorbeeren auch redlich verdient. Ein unheimlich atmosphärisches Setting, frische Gameplayideen und eine durch und durch gelungene Story (bis auf die letzte halbe Stunde jedenfalls) machten diesen Ausflug in das von Stadtvater, Bürgermeister und Alleinherrscher Andrew Ryan erschaffenem Utopia unter dem Meeresspiegel zu einem einzigartigen Erlebnis. Wirklich verwundert es dementsprechend also nicht, dass die Erwartungen an den zweiten Teil ebenso galaktisch waren wie das Verlangen der Gamer endlich nach Rapture zurückkehren zu dürfen. Stellt sich nur die Frage ob die Heimkehr in die vertrauten (Unterwasser-)Gefilde immer noch dermaßen begeistern kann wie vor drei Jahren.
Daddy, I’m coming home…
Die Geschichte von BioShock 2 setzt ein gutes Stück nach den Geschehnissen des ersten Teils an. Nach dem Fall der beiden rivalisierenden Machthaber Andrew Ryan und Frank Fontaine hat die wahnsinnige Psychologin Sofia Lamb die Kontrolle über Rapture übernommen. Lambs Ideologie steht jedoch im krassen Gegensatz zu der des Gründers der Stadt, welcher vor allem an die Macht des einzelnen, des Individuums, glaubte. Lamb glaubt vielmehr an das Potenzial des Kollektivs. Den Untergang Raptures schiebt sie genau auf die Tatsache, dass das wahre Böse in dem Menschen selbst stecke und die einzige Möglichkeit dieses zu unterdrücken bestehe darin, es durch das Einsinken in das Kollektiv zu ertränken. Der kapitalistische Grundgedanke von einst wurde ersetzt durch eine Art morbiden Hardcore-Kommunismus. Ja, liebe Entwickler, wir haben den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden. Doch legen wir all diese verschobenen Ansichten und Botschaften der Entwickler beiseite: Was bleibt dann noch übrig? Ein Ego-Shooter; kein perfekter, aber ein immerhin unheimlich guter, versteht sich.
Shockierend!
Einer der großen Pluspunkte des ersten BioShock war das Feature der Plasmide. Diese lassen sich am besten als eine Art Rapture-Version der allseits bewährten Magie bezeichnen. Durch eine kleine Spritze mit ADAM – ein Stoff, mit dem man die eigene DNA mutieren kann – kann man plötzlich Blitze aus seinen Händen schießen, Dinge in Brand stecken, einen Schwarm Insekten heraufbeschwören, Gegner in eine Status blinder Wut versetzten und so weiter und so fort. Während dieses Feature im ersten Teil noch sehr frisch und innovativ daher kam, wirkt es nun irgendwie… alt. Nicht im Sinne von alt wie die Innenarchitektur des Art Déco, sondern eher alt im Sinne von: „Kenne ich schon“. Ein Gefühl, dass man bei dem Spielen von BioShock 2 leider des Öfteren haben wird.
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