Mass Effect 2 – Seite 4
Pascals Meinung
Für mich ist Mass Effect 2 mehr als ein Nachfolger. Es wurde nicht nur neuer Inhalt geliefert und die Grafik ein wenig aufpoliert, sondern ein neues Spiel geschaffen. Dass man dabei neue Fehler macht, ist leider die Konsequenz.
Um den filmreifen Zwischensequenzen in Spielgrafik gerecht zu werden, wurde das Spiel auf Action getrimmt und der Rollenspielpfad fast gänzlich aufgegeben. Man steigt zwar in der Stufe auf und kann seine Kräfte aufwerten, hin und wieder findet man auch bessere Waffen und kann sich Upgrades kaufen, aber letztendlich "spürt" man nicht, dass sich der Charakter entwickelt. Für Shooterfans egal, für mich leider zu eintönig.
Die meisten Missionen handeln davon, neue Crewmitglieder anzuwerben und Loyalitätsquests zu erledigen, was nach zwanzig Spielstunden öde wird. Zur Gesamtspielzeit kommen noch die Dialoge hinzu, welche sich teilweise sogar über zehn Minuten ziehen. Dafür sind die Missionsorte sehr abwechslungsreich und es wurden geschickt Angriffs-, Verteidigungs- und Besorgungsmissionen gesät, sodass der Ablauf nie langweilig wird.
Langweilig ist leider das Scannen der Planeten, um Rohstoffe für Upgrades zu finden. Dies hätte man einfacher gestalten können oder auch ganz weglassen sollen, und dafür mehr Rohstoffe auf den Missionsplaneten verteilt. So muss man leider die Erfahrung machen, dass das Universum wirklich groß und öde ist.
Mich persönlich stört es nicht, dass man nicht mehr mit einem Mako rumfahren kann, denn die Boden-Nebenmissionen gefallen mir viel besser, da dort Wert auf Detail gelegt wurde. Eine Planetenoberfläche ansprechbar zu gestalten ist schwieriger und kostet mehr Zeit in der Entwicklung, weshalb es von solchen Missionen wahrscheinlich weniger gegeben hätte.
Bei den häufigen Kämpfen merkt man, dass es viel zu wenig Bosse gibt. Falls eine Mission schwierig sein soll, wurden einfach mehr Gegner in der Basis verteilt, denen es auch an Abwechslung fehlt.
Sehr gefallen hat mir die neue Weltraumkarte, welche sich einfacher bedienen lässt und mehr Informationen zu ausstehenden Missionen zeigt. Die Squadmitglieder agieren intelligenter als im Vorgänger und die Gegner werden des Öfteren auch gefährlich, wenn man seine Flanken vernachlässigt. Und das wichtigste: Mass Effect 2 ist beeindruckend! Story und Atmosphäre regen zum Wiederspielen an, Entscheidungen wollen anders getroffen und die Auswirkungen bestaunt werden.
Wertung
| Produkt: | Mass Effect 2 |
| Detail-Infos: | Link |
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| Spielspass: |
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92 |
| Grafik: |
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92 |
| Sound: |
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90 |
| Bedienung: |
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90 |
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| Pro |
Contra |
| + | Großes Universum |
| + |
Mehr Klassen |
| + |
Gute Story |
| + |
Ansprechende Grafik |
| + |
Atmosphärischer Sound |
| + |
Schnellere Actionsequenzen |
| + |
Charakterimport von Teil 1 |
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| - | Langweiliges Scannen |
| - |
Kaum Individualisierung |
| - |
Lange Pausen zwischen der Story |
| - |
Masse statt Klassen |
| - |
Cerberus-Netzwerk |
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| Fazit: |
| Wer beim ersten Teil von Mass Effect zu viel Rollenspiel und Dialog empfand, wird sich über den zweiten Teil freuen. Denn von einem tief greifenden Rollenspiel ist nicht viel über geblieben als ein Selbstläufer, der des Öfteren zum Schießbudenspiel übergeht. Doch auch wer lange Passagen zwischen der Story und das Kopf-auf-den-Tisch-schlagen-Scannen nicht so gut weg steckt, wie manch anderer, bekommt ein ordentliches Spiel, das grafisch und soundtechnisch überzeugen kann und mit einigen Neuerungen aufwartet. Keine unbedingte Kaufempfehlung, jedoch werden Interessierte und vor allem Fans, die einmal reinschnuppern auch nicht enttäuscht werden. |
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