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Vancouver 2010 [1/2]
Am 12. Februar ist es wieder soweit: die XXI. Olympischen Winterspiele sind zu Gast in Kanada. Dass dazu auchdas passende Videospiel war klar: Vancouver 2010. Wie olympisch es ist, wissen wir.

Autor(en): Eurocom
Publisher: Sega
Release: Erschienen - 15.01.2010
Spielmodi: Single - und Multiplayer

Vancouver 2010 – Seite 1


Guter Einstieg
Die englischen Entwickler Eurocom, die im Auftrag von SEGA schon das Spiel zu Bejing 2008 umgesetzt haben, wurden auch mit dem Abstecher in die winterliche Sportolympiade betraut. Am Anfang des Spiels erwartet uns ein nettes Menü, in dem wir uns dann gleich über den Menüpunkt “Training“ in die ersten Versuche stürzen. Schnell noch die Nation wählen und schon können wir das Training in einer der 14 Disziplinen starten. Die Disziplinen sind in Ski Alpin, Skispringen, Freestyle-Skiing, Snowboard, Shorttrack, Bob, Skeleton und Rodeln aufgeteilt. Leider gibt es pro Disziplin nur eine Piste zur Auswahl, wobei z.B. Ski Alpine Abfahrt und Slalom auf der selben Strecke stattfinden. - also nicht gerade ein großer Umfang. Das Training selbst ist für aber sehr einsteigerfreundlich gehalten. So wird während der Disziplin erklärt, was zu tun ist. Dabei wird das Spiel immer wieder unterbrochen und der nächste Schritt eingeblendet, bevor man dann selbst einmal ran darf.

Anti-Casual
Beim Training merkt man aber schon, dass die Steuerung nicht immer das Gelbe vom Ei ist. Beispielsweise Shorttrack geht einem schon nach dem ersten Versuch auf die Nerven, da simples Hämmern auf die A-Taste genügt, um den Sportler nach vorne zu bringen. Gegen diese Schlichtheit wirkt ein Freestyle-Springen geradezu überladen, da man hier auf so vieles achten muss und dementsprechend viele Knöpfe gedrückt werden müssen. Intuitiv spielt sich hier leider keine Disziplin. Nicht einmal beim Bobfahren, wo man eigentlich meinen würde dass reines Steuern genüge. Beim Zweierbob muss man nämlich mit beiden Sticks die Bewegung beider Fahrer berücksichtigen, was dann doch etwas unkomfortabel ist. So haben alle Disziplinen ihre Eigenheiten, was sie fast schon zu komplex für einen Gelegenheitsspieler machen.

KI-Biester
Der Gelegenheitsspieler wird auch nach den ersten richtigen Events Probleme kriegen, denn die KI im Spiel ist knallhart. Es gibt zwar nur jeweils drei KI-Gegner, aber die legen ein krasses Tempo vor. So wird Vancouver 2010 schon nach kurzer Zeit zum Frusterlebnis. Nur wer richtig übt und die Pisten fast perfekt kennt, der wird eine Chance haben mal auf den ersten Platz zu kommen. Da ist es auch nicht sonderlich hilfreich, dass die Entwickler komplett auf einen Karriere-Modus oder vordefinierte Veranstaltungen verzichtet haben. Es gibt also nur den Einzelspieler-Modus, in dem man nacheinander Einzeldisziplinen spielt. Zumindest darf man dies wahlweise online oder offline. Dummerweise spielte während unseres Tests keiner online, sodass wir den Online-Modus nicht testen konnten. Nach ein paar misslungenen Disziplinen schauen wir also weiter im Menü und entdecken dort doch tatsächlich noch einen weiteren Punkt: „Herausforderungen“. Dieser beherbergt ganze zehn Herausforderung, in denen man eine gewisse Durchschnittsgeschwindigkeit erreichen muss oder auf einer der mit Schneemännern versehenen Strecken innerhalb eines Zeitlimits ins Ziel kommen muss. Dummerweise sind die Herausforderung genauso bockschwer, wie die KI. Spielspaß = Null Dem Spiel fehlt die Motivation.

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Informationen:
Datum:
 09.02.2010
Autor:
 Stefan Vogel (sv)
Links:
Produkt-Infos


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