Adventure Special – Seite 1
Das Vermächtnis: Baum des Lebens
Story
Die Zutaten „Archäologie“, „Mythen“ und „Verschwörungen“ waren schon oft Garant für ein gutes Adventure, auch ohne Lederhut und Peitsche. So schlüpfen wir im zweiten Teil von Das Vermächtnis wieder in die virtuelle Haut der jungen Archäologin Sylvie Leroux und untersuchen eine geheimnisvolle Kiste aus dem 16. Jahrhundert. Der Vorbesitzer Marcel starb während seiner Untersuchungen bei einem Unfall. Doch, dass es ein Unfall war, wird im Laufe der Geschichte immer unwahrscheinlicher. Die Kiste war heiß und führt uns, wie es für ein Archäologie-Adventure gehört, quer durch die Welt, einer alten Verschwörung auf der Spur. Wer der Graf St. Germain war, mit dem sich Marcel vor seinem „Unfall“ getroffen hat und was es mit dem Inhalt der Kiste auf sich hat, sind nur zwei der vielen Fragen, die uns bei diesem Spiel beschäftigen.
Technik
Grafisch haben wir in letzter Zeit schon bessere Adventures gesehen, dennoch sind manche Locations im Spiel sehr hübsch geworden. Neben zahlreichen Innenarealen stechen hier vor allem Außenareal heraus. Gleich am Anfang werden wir mit einem schönen Ambiente, einer Klippe in der Bretagne im Sonnenuntergang, verwöhnt. Nicht ganz so schön sind die Figuren geraten. Diese bewegen sich etwas steif und wollen auch nicht so richtig zu den gezeichneten Hintergründen passen. Genauso sind viele Dialoge eher platt und manche Zeilen passen einfach nicht so richtig zum Geschehen. Der Rest vom Sound, inklusive die deutschen Sprecher, geht in Ordnung.
Gameplay
Gespielt wird Das Vermächtnis 2 in gewohnter einfacher Point-n-Click-Manier. Dabei ändert sich der Cursor je nach Gegenstand auf den wir klicken. Sprich, Sylvie schaut, nimmt oder spricht auf Klick, ohne dass wir vorher auswählen müssen was sie tut. Gegenstände oder Personen mit denen wir interagieren möchten sind nicht hervorgehoben, erst wenn wir mit dem Cursor darüber fahren. Um zu gewährleisten, dass man nichts übersieht, haben die Entwickler eine Hilfefunktion eingefügt. Am unteren Bildschirmrand sehen wir das Inventar und dort rechts daneben ein Fragezeichen. Durch Klick auf dieses werden auf dem Screen alle wichtigen Gegenstände, Personen und Wege markiert. Die Rätsel sind Standardkost: Suche dieses und jenes, um es mit etwas anderem zu benutzen.
Fazit von Stefan
Die Geschichte von Das Vermächtnis: Baum des Lebens ist recht spannend und wirft uns bald in eine große Verschwörung hinein, die bis in das 16. Jahrhundert reicht. Zwar ist aus technischer Sicht das Spiel nicht gerade das aktuellste, aber für ein Adventure reicht das allemal - wenn doch nur die Dialoge etwas besser geschrieben worden wären. Sei's drum. Das Spiel kann Rätsler begeistern, die die am Anfang erwähnten Elemente mögen, auch wenn es natürlich nicht dem Mann mit dem Lederhut und der Peitsche das Wasser reichen kann. Summa summarum ist Das Vermächtnis kein Spitzen-Adventure, aber Genrefreunde werden es mögen.
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