Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Release: Erschienen - 19.11.2009
Spielmodi: Singleplayer
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Von Assassinen und Filmen
Als jemand der ziemlich viel Zeit damit verbringt Videospiele zu spielen und – wie ihr sehen könnt – auch darüber zu schreiben, bin ich eigentlich immer davon ausgegangen, dass ich ziemlich fix darin bin zu erkennen, ob mir dieser oder jener Titel nun gefällt oder nicht. Ähnlich geht es mir mit Filmen. Ich habe „The Dark Knight“ oder „Cashback“ (ja, ein komisches Duo) geliebt. Ja, ich dachte schon innerhalb der ersten Minuten, dass da etwas Geniales auf mich zukommt. Im Gegenzug wollte ich mir schon innerhalb der ersten Minuten von „Children of Men“ einen Strick um den Hals legen um meinem Leiden endlich ein Ende zu setzten. Leider habe ich auch die restlichen zwei Stunden durchgestanden aber ich denke das ist eine andere Geschichte. Worauf ich hinaus will ist folgendes: Gab es jemals einen Film, bei dem ihr innerhalb der ersten Szenen gedacht habt, dass ihr es mit der Enttäuschung des Jahres zu tun habt, um dann von Minute zu Minute immer tiefer in die Welt hineingezogen zu werden? Letzten Endes wolltet ihr euch dann selbst in den Hintern treten , weilihr es überhaupt gewagt habt, dieses hervorragende Werk zu hinterfragen? Ja? Dann solltet ihr definitiv Assassin’s Creed II spielen. Ihr habt bewiesen, dass euch ein schlechter Anfang nicht davon abbringt einen Film zu Ende zu sehen und ich bin mal so frei davon auszugehen, dass es sich bei euch ähnlich verhält wenn es um Spiele geht. Glaubt mir, ihr werdet es nicht bereuen.
Die Geschichte des der Fortsetzung des Hype-Spektakels 2007 beginnt dort wo der erste Teil aufgehört hat (welch Wunder). Was genau passiert will ich nicht weiter ausbreiten. So viel sei jedoch gesagt: Ihr flieht, lernt ein paar neue Leute kennen und landet kurz darauf wieder im Animus. Bei diesem handelt es sich um die aus dem ersten Teil bekannte Zauber-Maschine, mit der man in verschiedene Erinnerungsabschnitte seiner Ahnen zurück kehren kann. Da es sich bei den Vorfahren des Halb-Protagonisten Desmond Miles um kaltblütige Assassinen handelt, ist deren Leben natürlich ziemlich interessant und actionreich. Sehr viel interessanter als die doch ziemlich plump und öde daherkommende Einleitung des zweiten Attentäter-Abenteuers.
Irgendwann landet ihr jedenfalls wie gesagt im Animus, um endlich ein bisschen richtige Action erleben zu können. So dürft ihr in der Haut des eigentlichen Protagonisten Ezio Auditore di Firenze ein bisschen herum pöbeln, herum prügeln und nebenbei noch mit einer jungen Dame schlafen. Während man sich also fragt, wann dieser unheimlich unsympathische und eingebildete Typ (damit ist Ezio gemeint) endlich anfängt cool (= ein Assassine) zu werden, plätschert die Story so vor sich hin und um ehrlich zu sein könnte sie einem zu diesem Zeitpunkt gar nicht egaler sein. Ihr dürft für euren Vater Kurier spielen (Yeah!), eurem Bruder eine Feder bringen (Wohoo!) und den Ex-Freund eurer Freundin eine verpassen (Ok, das war schon irgendwie cool). Doch wie schon gesagt: Lasst diesem Spiel Zeit und ihr werdet es nicht bereuen.
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