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| Es ist klein, es ist süß, es ist Sonys Versuch auch jüngere Zielgruppen zu erreichen. Wir haben uns einen dieser putzigen Racker ins Haus geholt um herauszufinden, was die Vor- und Nachteile dieses kleinen, virtuellen Haustieres sind. |
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EyePet [Seite 1]
Durch den bahnbrechenden Erfolg von Nintendos Wii hat sich die Demographie des Marktes frappierend verändert. Nun sind es nicht mehr nur die jugendlichen und erwachsenen männlichen Gamer, welche zahlreiche Stunden vor der Konsole verbringen. Die neuen Zielgruppen reichen von Kindern bis zu Rentnern. Dementsprechend versuchen natürlich auch die beiden anderen großen Konsolenhersteller, genau diese Benutzergruppen zu mobilisieren. Während Microsoft in Zukunft mit Project Natal in die Wohnzimmer zahlreicher Familien einzuziehen möchte, hat Sony schon heute einen potenziellen Wii-Killer parat. Dieser ist natürlich nicht, wie der Name vielleicht vermuten lässt, mit Shotgun und Katana ausgerüstet, sondern verfügt lediglich über riesige Kulleraugen, ein flauschiges Fell und vier klitzekleine Pfötchen. Man muss wirklich kein Genie sein um zu wissen, dass der kleine Timmy sein neues Spielzeug lieben wird.
Die Grundidee von EyePet besteht darin, dass ein putziges virtuelles Haustier, das EyePet, in das eigene Wohnzimmer gezaubert wird. Dazu wird eine Kamera (das PlayStation Eye) an die PlayStation 3 angeschlossen. Interagiert man nun mit dem auf dem Bildschirm befindlichen Fellknäuel, reagiert dieser entsprechend. Fährt man mit der Hand unter ihn, springt er über diese und wackelt man beispielsweise mit den Finger in der Luft, versucht er nach diesen zu greifen und setzt zu putzigen kleinen Sprüngen ein. Man kann ihn streicheln, man kann ihn füttern, man kann ihn hegen und pflegen. Genau wie bei einem echten Haustier. Dennoch ist es natürlich kein echtes Tier, das man sich hiermit nach Hause holt. Dies hat selbstverständlich seine positiven und negativen Seiten.
Einerseits hat man kein reales flauschiges Fell zum durch wuscheln und jegliche Art von physischer Interaktion fehlt hier komplett. Andererseits fallen hier sämtliche negativen Aspekte eines echten Haustiers weg: Keine hohen Anschaffungs- und Haltungskosten. Auch wird man hier wohl kaum dazu gezwungen werden, dem niedlichen Fellknäuel hinterher zu putzen, wenn sich dieser wieder einmal nicht beherrschen konnte. Doch der wohl relevanteste Aspekt ist gleichzeitig der wohl größte Kritikpunkt am EyePet. Das gesamte Haustier „spielt“ sich nur auf dem Bildschirm ab und ist gänzlich virtuell. Jeder, der seinem Kind schon einmal erklären musste, warum Sparky nicht mehr da ist bzw. warum er aus seinem Schlaf nicht mehr aufwachen wird, weiß wie herzzerreißend diese Momente sowohl für die Eltern als auch die Kinder sein können. Die Frage von Sein und Nichtsein ist im Falle des virtuellen Rackers praktisch nicht existent.
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